Daikonrettich (Raphanus sativus var. longipinnatus)

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Familie der Curciferae - Kreuzblütler
Engl.: Oriental radish 
Franz.: radis japonais 

Nährwert (pro 100g):
9 kcal, 39 kj
1.1g Eiweiss, 0.2g Fett
1g Kohlenhydrate 

Botanik:
Rettich ist mit der Rübe verwandt und gehört zu den ganz alten Kulturpflanzen. Vermutlich werden diese schon seit knapp 3000 Jahren gezüchtet. 

Herkunft:
"Normaler" Rettich soll um ca. 500 v. Chr. aus Vorderasien nach China gelangt sein, wo man aus der gedrungenen Wurzel mit scharfem Geschmack den milden langen Daikon-Rettich gezüchtet hat. Diese Rettichkultur verbreitete sich von China aus in ganz Ostasien. Heute gehört Daikon-Rettich zu den wichtigsten Gemüsen in China und Indien und ist eine Grundzutat der Japanischen und koreanischen Küche. Der Pro-Kopf Verbrauch reicht bis zu 30 Kilo im Jahr. 

Anbau:
Daikonrettich wird Weltweit mit Schwerpunkten in China, Japan und Korea angebaut. Die europäischen Anbaugebiete liegen in Frankreich, Italien, Österreich, in den Niederlanden sowie in Deutschland. 

Import:
Daikonrettich wird vorwiegend aus Italien importiert jedoch nur von Spätsommer bis Herbst. 

Frucht:
· Wurzeln und Blätter des Daikonrettich sind essbar. 
· Die Form des Rettichs ist schlank und walzenförmig und läuft deutlich spitz zu. Er wird bis zu 50cm lang. 
· Die Farbe ist weiss. 
· Im Geschmack ist er wie Rettich, nur viel milder. 
· Das Fleisch ist saftig, fest und gleichmässig weiss. 
· Daikonrettich von guter Qualität ist schwer, hat eine glatte weisse Schale und duftet angenehm mild. Die Blätter müssen saftig und grün sein. 
· Daikonrettich von schlechter Qualität ist schlaff und weich, hat eine runzelige Schale und einen intensiven Geruch. Das Fleisch ist schwammig oder holzig, mit ev. dunklen Schlieren. Zudem sind die Blätter oder Stengel welk. 

Anwendung:
· Roh und gegart. 

Vorbereitung:
· Waschen und schälen/schaben Sie den Daikonrettich. 

Lagerung:
· Er ist während maximal 2 Tagen im Kühlschrank haltbar. 

Tipps:
· Daikonrettich wird, anders als der europäische Rettich, meist ohne Blätter verkauft. 
· Er ist bei Ihrem Gemüsehändler, in Asienläden oder in manchen Supermärkten erhältlich. 
· Rettich verliert beim langen Garen weder Konsistenz noch Aroma. Er macht Fleisch zart und verbessert die Sauce. 
· Rettich gilt in der ostasiatischen Küche als "kühles" Lebensmittel, welches man entweder lange gart oder kalt mit "wärmenden" Zutaten wie Ingwer, Frühlingszwiebeln oder Schärfe kombiniert. 
· Schneiden Sie den Rettich wie Karotten in Stifte, salzen ihn für 15 min ein und spülen ihn dann wieder kalt ab. So bleibt er beim Sautieren knackig.