Feige (Ficus carica)

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Familie der Moraceae - Maulbeerbaumgewächse
Engl.: fig 
Franz.: figue 

Nährwert (pro 100g): 
61 kcal, 257 kJ
1.3g Eiweiss 0.5g Fett
12.9g Kohlenhydrate 

Botanik
Aus wilden Feigenbäumen, die in allen Mittelmeerländern vorzufinden sind, haben sich zwei Varietäten entwickelt. 
1. Die Caprifeige, deren Früchte ungeniessbar sind und 
2. die Kulturfeige, deren kleine Bäume entweder männliche oder weibliche Blüten tragen. Aus den weiblichen entwickeln sich die Früchte - entweder ohne Bestäubung oder mit Hilfe der Gallwespe: Die Wespe legt seine Eier nur in die männlichen Blüten der Caprifeige. Sobald die jungen Gallwespen geschlüpft sind, bringen sie, auf der Suche nach neuen Brutplätzen, die männlichen Pollen der Caprifeige auch zu weiblichen Blüten der Kulturfeige. Aus dieser Verbindung entstehen die besten Früchte - Feigen der Smyrna-Gruppe mit bernsteinfarbenem Fruchtfleisch. 

Herkunft
Feigen tauchen seit Jahrtausenden in verschiedenen Kulturkreisen auf, sie stammen jedoch aus dem Orient. Im Ägypten der Pharaonen wurden die Feigen als Heilmittel gebraucht. Die Bibel erzählt vom Feigenbaum, den Jesus verdorren liess, Budda erlangte seine Erleuchtung unter einem Feigenbaum und die berühmte römische Wölfin soll Romulus und Remus darunter gesäugt haben. 

Anbaugebiete
Heutzutage werden Feigen in den Mittelmeerländern, in den Subtropen der USA, Süsamerikas, Südafrikas und Australiens anbebaut. Die Dickschaligen Sorten bilden sich im Frühjahr aus der ersten frühen Blüte oder wachsen in Höhenlagen mit rauerem Klima. Typische Sommerfrüchte mit viel Aroma sind dagegen die Sorten mit feiner, dünner Schale. Die hellen, goldgelben Honigfeigen aus Griechenland lassen sich wegen der hauchdünnen Schale leider nicht transportieren. 

Import
Feigen werden das ganze Jahr über importiert. Die Türkei liefert von August bis Oktober, Griechenland und Frankreich im August und September, Italien im September und Oktober, Israel im Oktober und November und Brasilien von Dezember bis Juli. 

Frucht
· Die gesamte Frucht ist essbar. 
· Im Geschmack ist sie süss, mit wenig Säure und typischem Feigenaroma. 
· Die Feige wird etwa 3 - 7cm lang und hat einen Durchmesser von 4 - 6cm. 
· Ihr Gewicht reicht von 30 - 80g. 
· In der Form erinnert sie an eine Birne oder einen Tropfen. 
· Die Schale ist dünn und je nach Sorte grün, dunkelviolett oder gelb. 
· Das Fruchtfleisch ist hellrosa bis dunkelrot mit zahlreichen kleinen Samenkernen; süss und sehr saftig. 
· Reife Früchte sind weich und platzen leicht auf. Die grünen Sorten aus Italien bleiben grün. Die Grüngelben müssen richtig gelb werden und die violetten Sorten verlieren die grünen Stellen und färben sich einheitlich violett. 
· Überreife Früchte beginnen zu gären und sind matschig. 
· Die Unreifen sind hart; die unreifen, violetten Früchte zeigen grünliche Sprenkel auf der Schale und sehr unreife Früchte enthalten noch Milchsaft. 

Anwendung
· Roh als Obst. 
· Für süsse Desserts und herzhafte Salate. 
· Zu rohem Schinken, Salami oder Käse. 
· Gedünstet als Beilage zu Fleisch und Geflügel. 

Vorbereitung
· Die Früchte heiss abwaschen und abtrocknen. 
· Den Steil entfernen. 
· In Viertel oder Scheiben schneiden. 

Lagerung:
· Reife Früchte sind maximal 2 Tage im Kühlschrank haltbar. · 1 Tag bei Zimmertemperatur. 
· Die Feigen kann man bei Zimmertemperatur , auf einer weichen Unterlage, nachreifen. 
· Legen Sie Feigen immer nebeneinander. 

Tipps
· Die besten violetten Feigen kommen von August bis Oktober aus der Türkei. 
· Die in der Wintersaison importierten, brasilianischen Feigen bleiben grün und schmecken nicht besonders aromatisch. 
· Frische Feigen schmecken gut mit Schlagsahne, Eis, Weinbrand, Portwein oder Sherry medium.