Goabohne (Psophocarpus tetragonolobus)

Familie der Leguminosae - Schmetterlingsblütler 
Engl.: winged bean, goa bean, four- angled bean, princess pea
Franz.: haricot dragon, pois ailé, pois carré

Nährwert (pro 100g frische Schoten):
22 kcal, 91 kj
Eiweiss 1.9g, Fett 0.2g
3.1g Kohlenhydrate

Nährwert (pro 100g getrocknete Samen):
395 kcal, 1654 kJ; 
Eiweiss 37g, Fett 15g, 
28g Kohlenhydrate

Botanik:
Die Staude rankt wie Bohnen und braucht für die meterlangen, etwa fingerdicken Triebe kräftige Stützgerüste. Aus grossen Blüten entwickeln sich lange Schoten mit abstehendem, gewelltem Saum auf vier Seiten.

Herkunft:
Die Pflanze stammt vermutlich aus dem tropischen Asien, andere Forscher nehmen Mauritius oder Madagaskar an. Nicht kultiviert wurden Goabohnen auf dem afrikanischen Festland. Dorthin und in die Karibik kamen sie erst durch die Europäer, die sie in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts auf den Molukken kennengelernt hatten.

Anbau:
Goabohnen werden in Südostasien, Indien, Ghana, Nigeria, Tansania und in der Karibik angebaut. Vorwiegend für Eigenbedarf.

Import:
Importiert werden Goabohnen unregelmässig aus Thailand.

Frucht:
- Blätter, Triebe, Blüten, Schoten, Samen und Wurzeln sind essbar.
- Die Schoten sind grün, 15 - 30cm lang und bis 3,5cm breit und mit vier gewellten Flügeln versehen.
- Geruch: nach Bohnen
- Geschmacklich erinnern Goabohnen an Zuckerschoten
- Gleichmässig grüne Schoten ohne Druckstellen sind Qüalitätsmerkmal.
- Qulitätsmangel: Am Saum gelbliche Schoten, die auch nach dem Garen zäh sind.
Anwendung:
- Schoten roh oder kurz gegart.
Vorbereitung:
- Zuerst waschen, dann Stiel- und Blütenansatz knapp abschneiden.

Lagerung:

- Im Kühlschrank maximal 2 Tage
- Zerkleinern, blanchieren und wie grüne Bohnen einfrieren..
Tips:
- Falls Sie in einem Asienladen Wurzeln von Goabohnen bekommen: Am besten sind etwa daumendicke Wurzeln. Man kann sie roh, im Wok gebraten oder gedünstet essen.

Gerichte:

- Thailand: blanchiert im Salat mit fritiertem Knoblauch, Schalotten, roter Chilisauce, Gemüsebrühe, Erdnüssen, Sojasauce, Zitronensaft und Zucker, übergossen mit eingedickter Kokosmilch.
- Indien: mit Senfkörnern, Kreuzkümmelsamen, roten Chilischoten kräftig braten, mit etwas Kokosnussmilch mischen.