Granatapfel (Punica granatum)

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Familie der Punicaceae - Granatapfelgewächse 
Engl.: pomegranate 
Franz.: grenade 

Nährwert (pro 100g): 
75 kcal, 314 kJ
0.7g Eiweiss, 0.6g Fett
16.7g Kohlenhydrate 

Botanik
Die besten Granatäpfel kommen aus Ländern mit trockenem heissem Sommer und kühlem Winter. Die Pflanzen vertragen feuchtes Klima nicht gut. Die Früchte, eigentlich sind es Beeren, gedeihen an 2 bis 4m hohen buschigen Bäumen oder Sträuchern mit 4 bis 6cm grossen, kräftig orangeroten Blüten und glänzenden, dunkelgrünen Blättern. 

Herkunft:
Der Granatapfelbaum stammt aus Persien, wurde aber bereits in der Antike nach Indien und China gebracht und über den gesamten Mittelmeerraum verbreitet. 

Anbaugebiete:
Die Granatäpfel werden heute in allen Regionen mit tropischem und gemässigtem Klima angebaut. Wegen ihrer robusten, bis zu 0.5cm dicken Schale kann man sie gut transportieren und lagern. 

Import:
Granatäpfel werden hauptsächlich von Juli bis Februar aus Spanien, der Türkei, Iran, Tunesien, Ägypten und Peru importiert. 

Frucht
· Essbar sind die Samen mit dem dünnen Fruchtfleisch und dem Saft. 
· Die Schale und die gelblich-weissen bitteren Zwischenhäute der Samenkammern sind ungeniessbar. 
· Der Geruch und Geschmack erinnert zart an Rosen, süsssäuerlich wie Johannisbeeren und leicht adstringierend wie Rhabarber. 
· Der Granatapfel ist rund und doch leicht kantig. Der Blütenkelch sitzt als sechs- bis achteckiges Krönchen auf der Fruchtspitze. 
· Sie können bis zu 500g schwer werden. 
· Die Schale ist fest, gelbgrün bis dunkelviolett. 
· Das Fruchtfleisch ist hellrosa bis dunkelrot und sehr saftig. Es liegt wie eine dünne Haut um jeden einzelnen der zahlreichen kristallhellen Samen, die in den tortenstückartig angeordneten Samenkammern sitzen. 
· Ein reifer Granatapfel hat eine dunkelrote bis violette, glänzende und leicht rissige Schale.
· Ist die Schale ledrig und stumpf, das Fruchtfleisch hart und trocken, handelt es sich um überlagerte Früchte. 
· Unreife Früchte haben eine glatte, gelblich-rote Schale und adstringierende Kerne mit bitterem Nebengeschmack.

Anwendung:
· Roh als Obst zum Auslöffeln. 
· Für süsse und herzhafte Salate. 
· Saft für Salatdressings, Grillmarinaden, Sorbets oder Drinks.

Vorbereitung
· Die Frucht quer halbieren und über einer Schüssel ausdrücken. Den Rest der Kerne mit einer Gabel oder Messerspitze herausholen. 
· Kerne und Saft in ein Sieb über einer Schüssel geben und mit einem Löffelrücken ausdrücken. 
· Den Granatapfel auf einem Tisch mit Druck ausrollen bis Sie die Kerne brechen hören, danach anstechen und über einem Glas ausdrücken. 

Lagerung
· Ganze, reife Frucht im Kühlschrank bis zu 2 Monaten haltbar. Aufgeschnittene Früchte sollte man innerhalb eines Tages verbrauchen, da das Innere rasch austrockenet. 
· Den Granatapfel bei Zimmertemperatur, jedoch nicht zu trocken, nachreifen. 

Tipps:
· Die Granatäpfel zum Auslöffeln nicht in den Schalenhälften servieren, da Saftspritzer auf Kleidung, Servietten und Tischdecken sehr hartnäckige Flecken verursachen.

Geschichte
Seit der Antike wird die Granatapfelschale zum färben von Leder verwendet. Auch heute noch gewinnt man daraus einen rotbraunen oder zitronengelben Pflanzenfarbstoff für Orientteppiche.