Guave (Psidium guajava)

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Familie der Myrtaceae - Myrtengewächse
Engl.: guava 
Franz.: goyava 

Nährwert (pro 100g):
34 kcal, 146 kJ
0.9g Eiweiss, 0.5g Fett
5.8g Kohlenhydrate 

Botanik:
Die eigentlich 3 - 10m hohen, stark verzweigten Bäume werden in Plantagen niedig wie Sträucher gehalten. Aus den kleinen weissen Blüten, deren Staubgefässe wie dichte Wedel über den Blütenblättern stehen, entwickeln sich die Früchte. Je nach Sorte sehr unterschiedlich in Form, Farbe und Geschmack (Cas, Coronilla und Feijoa gehören ebenfalls zur grossen Guavenfamilie). 

Herkunft:
Sie stammen aus einer Region, die sich als breiter Gürtel von Mexiko über die Westindischen Inseln bis nach Brasilien zieht. Anscheinend werden sie schon sehr lange kultiviert. In der Naturgeschichte des Spaniers Fernandez de Oviedo, berichtet er 1526 von züchterisch veredelten Sorten, die die Indios pflanzten. Auf die Philippinen kamen die Pflanzen durch die Spanier, die Portugiesen führten sie in Indien ein. Die erste kommerzielle Guavenplantage wurde 1912 in Florida angelegt. 

Anbaugebiete:
Guaven gedeihen heute in allen Ländern der Tropen und Subtropen, wo man grosse und kleine, süsse, saure, kernlose und kernarme Sorten kultiviert. 

Import:
Importiert werden sie während des ganzen Jahres aus Kolumbien und Brasilien, im Hebst die weissfleischige Guave aus Israel, die rotfleischigen vorwiegend aus Südafrika. Weitere Lieferanten sind Thailand, Pakistan und Indien. 

Frucht
· Essbar ist sind Frucht und Kerne. 
· Die Schale ist ungeniessbar. 
· Der Geruch ist arttypisch und sehr intensiv. Reife Guaven riecht man meterweit. 
· Im Geschmack erinnert die Guave an eine Mischung aus Birne, Quitte und Feige. 
· Die Guave ist birnen- oder apfelförmig. 
· Die Schale ist hell- und dunkelgrün, gelb oder grüngelb. 
· Das Fruchtfleisch ist weiss, gelb, grüngelb oder leuchtend rosa. Bei wildwachsenden Guaven ist das Fleisch oft körnig wie bei manchen Birnen, bei Guaven aus Kultur ist es glatt. 
· Eine reife Guave hat einen intensiven Duft, die Schale gibt auf leichten druck nach und die grünschaligen Sorten werden gelb. 
· Überreife Früchte sind unangenehm weich und ekelhaft säuerlich. 
· Unreife Früchte sind hart und duften nicht. 

Anwendung:
· Roh als Obst. 
· Für süsse und herzhafte Salate. 
· Püriert für süsse Suppen, Fruchtsaucen, Cremes oder Drinks. 
· Eingekocht für Konfitüren und Gelees. 

Vorbereitung:
· Die Früchte waschen und schälen oder zum Auslöffeln halbieren. 

Lagerung
· Reife Früchte sind im Kühlschrank maximal 2 Tage haltbar. · Reifen Sie sie bei Zimmertemperatur nach. 
· Bewahren Sie Guaven immer getrennt von Obst und anderen Lebensmitteln auf. 

Tipps:
· Guaven werden noch grün verladen und reifen sehr schnell nach. Deshalb ist Flugware am besten. 
· Probieren Sie auch die kleinen Sorten! 
· Rote Guaven eignen sich bestens für Gelee oder Konfitüren, die Weissen isst man am besten roh. 
· Beträufeln Sie aufgeschnittene Früchte mit Zitrussaft, da sie sich schnell verfärben.