Kiwi (Actinida chinensis)

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Familie der Actinidiaceae - Strahlengriffelgewächse
Engl.: kiwi
Franz.: kiwi 

Nährwert (pro 100g):
51 kcal, 213 kj
1g Eiweiss, 0.6g Fett
10.3g Kohlenhydrate 

Botanik:
Kiwis sind Kletterpflanzen, die sich bis zu 8m hoch ranken und eigrosse, behaarte Früchte tragen. Auch in unseren Breiten findet man sie als Zierpflanzen: Mit grossen, weissen bis zartgelben Blüten, die einen dicken Kranz goldfarbener Staubgefässe tragen und Blättern, die denen des Haselnussbaums ähneln, bilden sie ein dekoratives Pergola-Dach. Sonne, Wärme und Windschutz sind die Voraussetzungen für gute Früchte. 

Herkunft:
Das Ursprungsland der Kiwis ist China. Sie sollen als Durststiller der Affen in den Tälern des Yang-tse gewesen sein - daher der Name "Affenpfirsich". Um 1906 brachte der Neuseeländer James McGregor die Samen aus China nach Neuseeland. Dort zog Alexander Allison die ersten Pflanzen und konnte im Jahre 1910 die erste Ernte einbringen. Und aus dem chinesischen "Yang-tao" war die Kiwi geworden - benannt nach einem Tier, das nur in Neuseeland lebt, einem hühnergrossen Laufvogel mit rundlichem Körper und braunem Gefieder. Erst nach dem 2. Weltkrieg begann der neuseeländische Kiwi-Export. 

Anbau:
Neben dem Hauptanbaugebiet Neuseeland, bauen auch Italien, Frankreich, Griechenland, Spanien, Kalifornien, Chile und Israel Kiwis an. 

Import:
Kiwis werden das ganze Jahr über importiert. 

Frucht:
· Nur das Fruchtfleisch ist essbar.
· Die Schale ist ungeniessbar.
· Kiwis erinnern mit ihrer feinen Säure an Stachelbeeren oder Erdbeeren, frisch und süss.
· Die Form der Kiwis ist rund-oval.
· Eine Frucht wiegt ca. 100g.
· Die Schale ist dunkelbraun, rau und behaart.
· Das Fruchtfleisch hat eine smaragdgrüne Farbe und einen hellen Strunk (Columella) in der Mitte mit sternförmig angeordneten schwarzen Samenkernen.
· Die Schale eine reife Kiwi gibt auf leichten Druck rundum nach und lässt sich von den Früchten abziehen wie die Schale von Pellkartoffeln.
· Unangenehm weiche Früchte, mit schrumpeliger Schale sind überreif.
· Unreife Früchte sind hart. 

Anwendung:
· Roh als Obst zum Auslöffeln.
· Für süsse Salate.
· Püriert für süsse Suppen, Cremes oder Drinks.
· Als Kompott.
· Eingekocht für Konfitüren. 

Vorbereitung:
· Früchte waschen , halbieren und auslöffeln oder ganz lassen und schälen.
· In Scheiben oder Würfel schneiden. 

Lagerung:
· Reife Früchte sind im Kühlschrank während 2 Wochen, bei Zimmertemperatur während 4 Tagen haltbar.
· Zum schnellen Nachreifen können Sie die Kiwis mit einem Apfel oder einer Banane in eine Papiertüte legen, da diese Früchte das Reifegas Ethylen absondern. 

Tipps:
· Kiwis sind als Flugware nicht erhältlich, da es eine ökonomische und ökologische Verschwendung wäre sie per Flugzeug zu transportieren. Kiwis werden immer hart gepflückt und halten sich gekühlt etwa 9 Monate und reifen bei Zimmertemperatur schnell nach. Desshalb kann man sie ohne Qualitätsverlust per Schiff transportieren.
· Das Eiweiss-Enzym Actinidin in rohen Kiwis macht Milchprodukte bitter. Obstsalate, die Kiwis enthalten, desshalb ohne Joghurt oder Sahne anrichten.
· Actinidin verhindert auch das Festwerden von Gelatine. Kiwi-Creme oder Gelee desshalb mit pflanzlichem Agar-Agar oder Pektin zubereiten.