Kokosnuss (Cocos nucifera)

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Familie der Palmae - Palmengewächse
Engl.: coconut
Franz.: noix de coco

Nährwert (pro 100g):
376 kcal, 1574 kj
3.9g Eiweiss, 3.9g Fett
4.8g Kohlenhydrate

Botanik: 
Erst nach ca. 7 Jahren tragen die bis zu 30 Meter hohen Palmen, mit ihren gefiederten 3 bis 4.5 Meter langen Blättern, zum ersten mal Nüsse. Botanisch gesehen sind es zwar Steinfrüchte wie Pfirsich oder Pflaumen - brauchen aber etwa 400 Tage von der Blüte zur Reife. Das äussere Fruchtfleisch wird nicht gegessen; kulinarisch wichtig ist der "Stein", also die Nuss, mit dem Fleisch und dem Kokoswasser.

Herkunft:

Den genauen Ursprung der Kokospalme kennt man nicht. In Frage kommen Melanesien, die weit verstreuten Inseln östlich der Philippinen, sowie Polynesien, die Inselgruppe nordöstlich von Neuseeland. Es wird auch angenommen, dass sie von den Pazifikküsten der Neuen Welt stammen. Sicher ist, dass die ersten Europäer in Amerika Kokospalmen nur an der Pazifik- , nicht an der Atlantikküste vorfanden. Sicher ist auch, dass die Pflanzen sich durch selbstständiges "Inselhüpfen" verbreitet haben. Kokosnüsse können Tausende von Kilometern schwimmen und behalten dabei etwa 3 Monate lang ihre Keimfähigkeit.

Anbau:
Die Kokospalmen wachsen heute in den Regionen um den Äquator zwischen nördlichem und südlichem Wendekreis. Die meisten Plantagen findet man im tropischen Tiefland und in der Nähe des Meeres, doch es gibt auch Pflanzungen in 1600m Höhe sowie im afrikanischen Binnenland.

Import:

Kokosnüsse werden das ganze Jahr über vorwiegend aus der Dominikanischen Republik, Honduras und Costa Rica importiert. Weitere Exportländer sind Kenia, Tansania, Mozambique, die Elfenbeinküste, Ghana, Sri Lanka und Brasilien. Im Juli und August ist das Angebot gering. 

Frucht:

· Essbar ist das Fruchtfleisch und das Kokoswasser.
· Die Schale ist ungeniessbar.
· Die braune Haut um das weisse Fleisch sollte man besser entfernen. 
· Der Geruch ist fruchtig und leicht erdig.
· Geschmacklich erinnert sie etwas an Milch, etwas nach Nüssen, mit dem typischen Kokosaroma.
· Eine Kokosnuss erreicht einen Durchmesser von ca. 12cm.
· Die Form ist rund, jedoch wirkt sie durch den "Bart" um die Keimporen spitz zulaufend.
· Die Schale ist hart wie Holz, mit drei "Augen", den Keimporen, am oberen Ende.
· Das Fruchtfleisch unter der Schale ist ca. 1cm dick, weiss mit braun geäderter Haut und saftig.
· Eine reife Kokosnuss gluckert beim Schütteln.
· Überreife Früchte haben kein Kokoswasser, d.h. kein gluckern. 

Anwendung:
· Roh 
· Geraffelt für süsse und herzhafte Salate.
· Gerieben zum Backen.
· Roh oder geröstet als Beilage zu Currygerichten.
· Mit Wasser oder Milch püriert und wieder ausgedrückt als Kokosmilch zum Kochen und Schmoren für Currygerichte und Süsses. 

Vorbereitung:
· Erweitern Sie die Keimlöcher der Nuss mit Hammer und Nagel, das Kokoswasser in eine Schüssel fliessen lassen. Legen Sie die Nuss für ca. 10min in den auf 200° (Gas Stufe 4) vorgeheizten Backofen, bis die Schale aufreisst. Die Nuss auf einen festen Untergrund legen und mit dem Hammer zerschlagen. Die braune Haut sollte sich zum grössten Teil selbst ablösen. Den Rest der Haut mit einem Sparschäler entfernen.
· Das Fruchtfleisch zerkleinern.

Lagerung:
· Kokosnüsse sind in einem kühlen aber nicht zu trockenen Raum etwa einen Monat haltbar.

Tipps:
· Achten Sie beim Kauf einer Kokosnuss auf das Gluckern im Innern. Gluckert die Nuss nicht, ist sie nicht frisch. 
· Spezialreiben für Kokosfleisch erhalten Sie in den meisten Asienläden.

Kurioses:
· Man sagt, es gibt Kokosnüsse mit "Perlen": Sie entstehen , wenn durch Zufall alle Keimporen fest verschlossen bleiben, d.h. nicht wie gewöhnlich eines der "Augen" so durchlässig ist, das der Keim nach aussen treiben kann. Bei "blinden" Augen aber soll sich im Innern der Nuss ein Kügelchen bilden, geformt wie einen Perle und hart wie Glas. Die "Kokos-Perlen" sind angeblich höchst selten und viel wertvoller als die Perlen der Austern. Selbst seriöse Wissenschaftler können nicht entscheiden, ob die Geschichte wahr oder ein Scherz ist.