Manna (Cassia fistula)

Familie der Leguminosae - Schmetterlingsblütler
Engl.: manna
Franz.: manne

Nährwert (pro 100g):
keine genauen Angaben

Botanik:
Manna wächst an einem breitkronigen, bis zu 20 m hohen Baum, der über und über bedeckt ist mit langen Trauben aus blassgelebn bis goldenen Blütensternen. Die Fruchthülsen sind 30 - 50 cm lang und enthalten süsses Mark. Blütezeit ist von März bis Mai.

Herkunft:

Kultiviert wie auch wild wächst die aus Sri Lanka und Indien stammende Pflanze heute überall in den Tropen. Als Ziergewächs dient der Indische Goldregen auch in Wintergärten unserer Breitengraden.

Anbau:
Die Pflanze wird vielseitig verwendet und wegen Blätter, Blüten und Früchten angebaut.
Die Früchte werden in Asien zu Süssigkeiten verarbeitet, die Blätter als Bestandteil eines Abführtees und die Blüten als Tempelblumen verwendet.

Import:
Die besten Monate zum importieren von Manna sind November bis März, da man meist Früchte aus neuer Ernte bekommt. Manna wird aber rund um das Jahr aus Thailand, Indonesien und Afrika importiert.

Frucht:
- Essbar ist nur das schwarzbraune Mark.
- Die Schale und die Samen sind ungeniessbar.
- Manna sind süss, etwas bitter aber angenehm aromatisch in Geschmack und Geruch.
- 30 - 50 cm lang.
- Wie Bohnen sind es Hülsen.
- Die Schale ist schwarzbraun mit einer Längsnaht.
- Das Fruchtmark liegt mit je einem Samen in den Kammern, ist schwarzbraun, klebrig und süss.

Anwendung:
- Wie Bonbons zum Naschen.

Vorbereitung:
- Mit spitzem Messer längs aufschneiden.

Lagerung:
- Ganze Hülsen sind trocken, kühl und luftig gelagert viele Wochen haltbar.
- Angebrochene Hülsen trocknen aus.

Tipps:
- In Gewürzläden und bei Exotenhändlern ist Manna erhältlich.

Kurioses:
Das beim Auszug aus Ägypten von den Juden verspiesene, biblische "Manna" stammt vermutlich aus einer anderen Pflanze: der Manna- Tamariske (Tamarix mannifera), der Flechte Lecanora esculenta, oder der Mannaesche (Fraxinus ornus).