Mispel (Mespilus germanica)

Familie der Rosaceae - Rosengewächse
Engl.: medlar
Franz.: nèfle

Nährwert (pro 100g):
44 kcal, 186 kJ
Eiweiss 0,5 g
10,6 g Kohlenhydrate

Botanik:
Mispelbäume wachsen überall in Europa und werden bis zu 5 m hoch. Sie haben eine dichte Krone und spenden im Sommer angenehm viel Schatten. Die bis zu 10 cm langen Blätter sind auf der unterseite behaart.

Herkunft:
Die aus dem vorderen Orient stammende Pflanze verbreitete sich in die gemässigten Zonen aller Kontinente. Noch vor 50 Jahren wurden Mispelbäume als einheimisch bezeichnet, da sie in Europa stark verbreitet waren. 

Anbau:
Da die Früchte erst im überreifen Stadium gegessen werden, sollte sie so lange wie möglich am Baum bleiben. Meist wird sie nach der Ernte noch während 2 Wochen nachgereift. In Japan, Kalifornien, England, Holland, Griechenland, Italien, Spanien und Südfrankreich wird der Mispelbaum angebaut.

Import:
Ab November wird die Mispel aus der Türkei, Spanien und Italien importiert.

Frucht:
- Essbar ist nur das Fruchtfleisch.
- Die Schale und die Kerne sind ungeniessbar.
- Der Geruch und Geschmack ist most- oder weinähnlich.
- Die Form der Mispel ist wie die einer Walnuss, einem kleinen Apfel oder Birne.
- Die Schale ist von Gelbbraun über Rostrot bis Dunkelbraun, rauh und leicht behaart.
- Das Fruchtfleisch ist rötlich und teigähnlich mit oder ohne Kerne, je nach Sorte.
- Unreife Früchte sind bitter.

Anwendung:
- Roh als Obst.
- Für Desserts oder süsse Gerichte.
- Für Kuchen.
- Als Konfitüre oder Gelee.

Vorbereitung:
- Schale abziehen.
- Fruchtfleisch zerkleinern.

Lagerung:
- In einem kühlen Raum sind die reifen Früchte ca. 1 Woche haltbar.
- Nachgereift werden Mispeln in einem trockenen, kalten Raum während ca. 2 Wochen.

Tipps:
- Zum Rohessen brauchen Sie Zucker, Eis oder Schlagsahne.
ACHTUNG: Essreife Mispeln haben einen Alkoholgehalt.
- In Mittelmeerländern gehören Mispeln zum gewöhnlichen Herbstobst.