Palmenherzen (Euterpe edulis / Euterpe oleracea)

Familie der Arecaceae - Palmengewächse
Engl.: palm hearts
Franz.: coers de palmier

Nährwert:
keine genauen Angaben.

Botanik:
Aus den Palmenherzen an der Spitze der Palme wachsen die Blattwedel. Sie sind Nebenprodukt bei Urwaldrodungen, verwerten von Kokospalmen und männlicher Dattelpalmen. Aus der eigens dafür kultivierten Assaipalme "Eutrepe edulis" wird das Mark nach fünf bis sieben Jahren gewonnen.

Herkunft:
Kohlpalmen "Eutrepe oleracea" wurden von Venezuela nach Brasilien verbreitet und kommen vor allem im Amazonasgebiet vor. Die Assaipalme wild in Brasilien und den Südamerikanischen Sumpfgebieten. Überall in den Tropen gedeihen zahlreiche andere Palmenarten deren Mark man essen kann.

Anbau:
In Florida, Brasilien, Paraguay und Argentinien werden Palmen in Plantagen angebaut.
Bei der Ernte wird der Stamm der Palme geschlagen und abgeschält um das im innern verborgene Markstück zu gewinnen.

Import:
Palmenherzen in Dosen gibt es das ganze Jahr über.

Frucht:
- Im Aussehen erinnern Palmenherzen an Karotten oder Spargel, die Farbe hingegen ist bräunlich weiss wie die von Bambussprossen.
- Sie sind weich, zart und dennoch knackig.
- Der Geruch erinnert an Artischockenherzen aus der Dose.
- Der Geschmack ist je nach Sorte nussartig, aus dem Glas oder der Dose schmecken sie immer leicht säuerlich, da sie mit Essig oder Zitronensäure konserviert sind.

Anwendung:
- Roh oder gegart, oder direkt aus Glas oder Dose.

Vorbereitung:
- Abtropfen lassen, holzige Stellen entfernen.
- Dämpfen wie Gemüse oder nur gschnitten für Salat.

Lagerung:
- Angebrochene Dosen oder Gläser in verschliessbares Gefäss füllen und im Kühlschrank max. 3 Tage aufbewahren.

Tipps:
- Palmenherzen bekommt man praktisch nicht frisch, auch nicht in den Anbauländern.