Açai

Von Luftverschmutzung über schädliche UV-Strahlung bis hin zu Stress: Der menschliche Körper ist heutzutage vielen Gefahren durch die Umwelt ausgesetzt. Umso wichtiger ist es, dem Körper Gutes zuzufügen, um den Schutzmechanismus zu stärken. Dies wird nicht nur durch viel Bewegung und frische Luft erreicht, sondern vor allem durch eine gesunde Ernährung.

 
So erstaunt es nicht, dass seit ein paar Jahren eine kleine, purpurfarbene Beere aus dem brasilianischen Amazonasgebiet einen regelrechten Boom erlebt: die Açaí-Beere. Denn was sie an Grösse einbüsst, macht sie mit ihren Eigenschaften wieder wett. So werden der kleinen Wunderfrucht aus dem Amazonas nicht nur Anti-Aging-Wirkungen nachgesagt, sondern auch krebs- sowie entzündungshemmende Effekte. Ähnlich wie beim Rotwein sind diese Eigenschaften auf die satte purpurne Farbe der Açaí-Beere zurückzuführen. Denn im dunklen Farbpigment Anthocyan fanden Wissenschaftler viele antioxidative Eigenschaften, die den Körper effektiv vor schädlichen Umwelteinflüssen, sogenannten freien Radikalen schützen. Und nicht nur das: Reich an Antioxidantien, Ballaststoffen, gesunden Fettsäuren, Vitaminen, Mineralien und Proteinen lässt die Açaí-Beere sogar den Granatapfel hinter sich, der als sehr potenter Radikalfänger gilt. Kein Wunder also, erobert das Vitalstoffpaket aus dem Amazonas derzeit die ganze Welt.


Bei der Surf- und Strandgemeinde Brasiliens besitzt die Frucht dank ihrer energiespendenden Wirkung schon längst Kultstatus. Und für die Ureinwohner stellt Açaí seit jeher eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel dar. Die indigene Urbevölkerung Brasiliens soll es denn auch gewesen sein, die die nahrhafte Frucht als erste entdeckten. So wurde der Legende zufolge ein vor langer Zeit am Amazonasdelta lebender Indianerstamm von einer grossen Hungersnot heimgesucht. Um seinen Stamm zu retten, verfügte der Häuptling, dass alle Neugeborenen dem Gott Tupnã geopfert werden sollten. Als seine Tochter Iaçá ein Kind gebar, liess er auch dieses töten. Voller Verzweiflung verkroch sich Iaçá danach tagelang in eine Hütte. Eines Nachts hörte sie dann ihr Kind weinen und lief in den dunklen Wald. Sie glaubte es an einer Palme sitzen zu sehen und wollte es umarmen. Am nächsten Morgen fand man sie tot, die Palme umarmend und mit einem Lächeln auf den purpurrot gefärbten Lippen. Ihr Blick zeigte auf die Früchte der Palme. Als der Häuptling die Früchte pflücken liess, stellte er fest, dass deren Saft sehr nahrhaft war. Er benannte die Frucht nach dem rückwärtsgeschriebenen Namen seiner Tochter Iaçá, nämlich Açaí. Seit jenem Tag nennen manche Ureinwohner die Açaí-Frucht auch iç¬á-çái: Die Frucht, die weint. 

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