Das enorme Potential gesunder Ernährung

Der World Cancer Research Fund (Weltkrebsforschungsfonds) in London fasste im Jahr 1996 in einer Überblicksarbeit zum Thema „Ernährung und Krebs“ die Ergebnisse aus 206 epidemiologischen Studien an Menschen und 22 Tierversuchen zusammen. Dabei ging es um die Sinnhaftigkeit des Konsums von Obst und Gemüse zum Schutz vor der Entstehung von Krebserkrankungen.

 

Dabei konnte ein schützender Einfluss von Obst und Gemüse bei folgenden Krebserkrankungen bewiesen werden:

  • Magen
  • Speiseröhre
  • Mundhöhle
  • Gebärmutter
  • Brust
  • Lunge
  • Bauchspeicheldrüse
  • Dickdarm

 

Gewisse Lebensmittel erwiesen sich als besonders nützlich und wirkungsvoll:

  • Rohkost
  • Gemüse mit schwefelhaltigen Verbindungen (z.B. Knoblauch)
  • Karotten
  • Grünes Gemüse
  • Kohlgemüse
  • Tomaten
  • Beeren

Was Obst und Gemüse so besonders wertvoll macht, ist ihr hoher Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen, verschiedenen Antioxidantien, Vitaminen und Spurenelementen. Zu diesen zählen unter anderem: Isothiocyanate Indole Isoflavone Saponine Phytosterole (auch Phytosterine genannt) Lutein Lycopin Flavonoide etc.

 

Eine Untersuchung aus dem Jahr 2005, veröffentlicht in dem berühmten British Journal of Nutrition, berichtete über die Möglichkeiten, wie man die „körpereigene antioxidative Kapazität gegen freie Radikale“ (ORAC) über die Ernährung steigern kann. In dieser Studie aus Italien wurden 27 Gemüsesorten und 15 verschiedene Kräuter untersucht. Eine Messung ergab, dass man durch den Verzehr eines grünen Salates mit einem Zitronen-Majoran-Dressing die ORAC um 150 bis 200 % anheben kann! Ist das nicht fantastisch!?

 

Der Arbeitstitel einer Publikation, die von einer Forschergruppe aus San Francisco 2002 im International Journal of Toxicology veröffentlicht wurde, lautet: „Can nutrition effect chemical toxicity?“ Sinngemäss übersetzt bedeutet das so viel wie: „Kann man über Ernährung chemische Gifte beeinflussen?“ Dabei geht es um die Aktivierung von Enzymsystemen, die uns bei der Entgiftung helfen, also um die Elimination belastender Substanzen und die Erhöhung der körpereigenen Abwehrmechanismen zum Schutz der Gesundheit. Das Schwermetall Quecksilber, das für unsere Gesundheit eine Gefahr darstellt, kann beispielsweise durch das in Fisch, Nüssen oder Samen enthaltene Spurenelement Selen unschädlich gemacht werden. Selen ist ein wichtiger Bestandteil unseres Detox-Systems.

 

Das Spurenelement Zink, das unter anderem in Nüssen oder Muscheln enthalten ist, wirkt als ein natürlicher Gegenspieler bei Cadmium-Belastungen. Durch den Verzehr von bei grosser Hitze mit Fett angebratenem Fleisch können aus Nitriten gefährliche Nitrosamine entstehen. Vitamin C, enthalten in zahlreichen Obst- und Gemüsesorten, kann die Umwandlung von Nitriten in Nitrosamine hemmen. Sie sehen, wie Lebensmittel gezielt in spezielle Stoffwechselprozesse eingreifen können und damit über Entlastung oder Belastung entscheiden. Lassen Sie sich diese Möglichkeiten, die sich Ihnen tagtäglich bieten, nicht entgehen und nützen Sie das Potenzial der gesunden Ernährung. Detox your Life!