Die Artischocke - ein preisgekröntes Gemüse

Die Artischocke, Cynara cardunculus, gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Zu den essbaren Bestandteilen gehören die Blütenböden und die inneren Schuppenblätter, die meistens gekocht oder auch gebraten werden. Zum Verzehr muss man die unteren Enden mit dem Mund abziehen. Der Bitterstoff Cynarin und das Polyphenol Apigenin sind wegen ihren gesundheitlichen Wirkungen besonders gut untersucht. Im Jahr 2003 wurde die Artischocke sogar zur Arzneipflanze des Jahres gewählt.

 

Eine italienische Arbeitsgruppe publizierte im Jahr 2008 im renommierten Journal Nutrition and Cancer über die antioxidativen Wirkungen, die zelltodunterstützende Effekte auf Leberkrebszellen und stellte damit die, bei Artischocken sehr ausgeprägte, leberschützende Wirkung unter Beweis. Zusätzlich konnte in einer hochqualitativen Doppelbind-Studie die Senkung des Cholesterinspiegels bewiesen werden. In anderen Studien zeigte sich ausserdem eine ausgesprochene positive Wirkung auf die Funktionen des Verdauungstraktes. Bei Sportlern, die mit Artischockenextrakt unterstützt wurden, kam es zu einer signifikanten Verminderung der durch den Sport verursachten Belastung mit freien Radikalen. Sollten Sie es zukünftig mal mit dem Sport übertreiben, wissen Sie jetzt, was Sie dagegen essen können.